In Momenten plötzlicher Belastung reagieren viele Pferde mit starker Anspannung und Fluchtbereitschaft. Laute Geräusche, ungewohnte Umgebungen, Turniere, Verletzungen oder traumatische Erlebnisse können sie aus dem inneren Gleichgewicht bringen. Der Körper steht unter Spannung, die Sinne sind überreizt, jede Wahrnehmung wird zum möglichen Auslöser. Vertrauen und Orientierung verschwinden, und das Tier versucht, der Situation zu entkommen, bevor sie es überwältigt. Ein Zustand, in dem Instinkt und Erregung das Denken überlagern und Sicherheit in weite Ferne rückt.
Diese Mischung unterstützt Pferde in akuten Stress- und Schreckmomenten, wenn Anspannung, Schmerz oder Überforderung das innere Gleichgewicht stören. Der Körper darf sich lösen, der Atem wird ruhiger, und die Sinne finden zurück zu einer natürlichen Wahrnehmung. Orientierung und Vertrauen kehren schrittweise zurück, während die innere Erregung abklingt und Sicherheit wieder spürbar wird. So entsteht ein Zustand ruhiger Präsenz – geerdet, gesammelt und verbunden mit der Umgebung.